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UN-Klimakonferenz in Warschau 2013
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Die UN-Klimakonferenz in Warschau 2013 (englisch United Nations Framework Convention on Climate Change, 19th Conference of the Parties, kurz COP 19) fand als 19. UN-Klimakonferenz vom 11. bis 23. November 2013 statt. Sie war zugleich die neunte Sitzung unter dem Kyoto-Protokoll (englisch 9th session of the Conference of the Parties serving as the Meeting of the Parties to the Kyoto Protocol, kurz CMP 9). Nach der UN-Klimakonferenz im polnischen Posen 2008 und der COP 15 2009 in Kopenhagen fand die Weltklimakonferenz ein weiteres Mal in der EU statt: in Warschau, der Hauptstadt von Polen. Sie sollte der Fortsetzung der Verhandlungen zu einem Welt-Klimavertrag dienen.cite-ref-warszawa-cop19-1-0[1]cite-ref-umweltminister-polen-2-0[2]cite-ref-bmu-cop19-3-0[3]

Das PrĂ€sidium bildeten die UNFCCC-GeneralsekretĂ€rin Christiana Figueres sowie der polnische Umweltminister Marcin Korolec, der die PrĂ€sidentschaft ab dem ersten Tag der Konferenz fĂŒr ein Jahr ĂŒbernommen hatte.cite-ref-cop19gov-pl-er-ffnung-4-0[4]

Contents

‱ Erste Woche
‱ Zweite Woche
‱ Weblinks

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Ereignisse und Positionen im Vorfeld von COP-19

Im Jahresverlauf 2013 fanden zahlreiche Vorbereitungssitzungen statt, auch in Bonn am Sitz des UNFCCC-Sekretariats.cite-ref-unfccc-calendar2013-5-0[5]cite-ref-unep2013-6-0[6]

Petersberger Klimadialog

Auch der sogenannte Petersberger Klimadialog IV (engl.: Petersberg Climate Dialogue) vom 6. bis 7. Mai 2013 im Axica Kongresszentrum Berlin brachte als informelle Konferenz außerhalb der offiziellen UNFCCC-Meetings die Umweltminister aus allen Weltregionen zusammen. Unter dem Motto „Shaping the future“ (die Zukunft gestalten) eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel die Konferenz gemeinsam mit Peter Altmaier und dem polnischen Umweltminister Marcin Korolec. Im Mittelpunkt der Konferenz stand nach Angaben des deutschen Bundesumweltministeriums (BMUV) der Weg zu einem ehrgeizigen, effektiven und gerechten Klimaschutzabkommen unter aktiver Beteiligung aller Staaten.

In ihrer Grundsatzrede betonte Merkel die Notwendigkeit fĂŒr den Aufbau des Green Climate Funds (Capacity building fĂŒr erneuerbare Energien und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel), den bereits geleisteten Beitrag Deutschlands sowie die Vorreiterrolle der EU bei den Reduktionszielen fĂŒr Treibhausgase. Zur Klimagerechtigkeit sagte Merkel: „Wir wissen, es geht um das Zwei-Grad-Ziel. Wir wissen irgendwann auch, wie viele CO2-Emissionen das auf ein bestimmtes Jahr bezogen bedeutet. Wir wissen im Grunde, dass langfristig, wenn wir uns die Weltbevölkerung anschauen, jeder Einwohner dieser Erde etwa zwei Tonnen CO2 emittieren dĂŒrfte.“ Eine verbĂŒndete Nation sei Indien, die dies als einen gerechten Ansatz akzeptiert haben. Man mĂŒsse aber ehrlich sein, weder die EuropĂ€er noch die Amerikaner noch China seien begeistert davon, denn sie hĂ€tten alle schon ĂŒber zwei Tonnen Kohlenstoffdioxid-Emissionen pro Kopf. „Und das bedeutet im Grunde, man mĂŒsste jetzt schon mit dem Reduzieren beginnen. Wir IndustrielĂ€nder akzeptieren das. Aber ein Land wie die Volksrepublik China sagt: Seht euch einmal bitte an, wie viele Jahrzehnte ihr eure CO2-Emissionen erhöht habt; da können wir bei unserem wirtschaftlichen Niveau doch nicht schon jetzt anfangen zu reduzieren. – Sie sehen also, vor welch großer Aufgabe wir stehen.“cite-ref-merkel-2013-petersberger-klimadialog-7-0[7]

Vor Delegierten aus Staaten, die zusammen fĂŒr 80 Prozent der Treibhausgase verantwortlich sind, forderte sie weiterhin einen Transfer an die LĂ€nder, die nicht schon an den Vorteilen der Industrialisierung partizipieren konnten. „Wir haben also Technologieentwicklung zu betreiben, damit fĂŒr diese LĂ€nder der Zuwachs an Wohlstand, die BekĂ€mpfung des Klimawandels und soziale Belange keine GegensĂ€tze sind.“ In der Diskussionsrunde wurden Fragen nach dem Abbau der weltweiten Subventionen fĂŒr fossile EnergietrĂ€ger gestellt, die Ergebnisse des Dialogs sollen direkt in die UN-Verhandlungen eingebracht werden. Eine frĂŒhzeitige Diskussion vertiefe das VerstĂ€ndnis fĂŒr die verschiedenen Optionen fĂŒr ein internationales Klimaabkommen und erleichtere die Konsensfindung. Mit Strategien fĂŒr die Einbindung der breiten Öffentlichkeit (siehe Clearing-House-Mechanismus) sollen Wege gesucht werden, wie allen Stakeholdern aus Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft Anreize gegeben werden, um politische Entscheidungen fĂŒr mehr Klimaschutz mitzutragen und selbst stĂ€rker dazu beitragen zu können. Der öffentliche Teil des Klimadialogs konnte mit einem Livestream direkt mitverfolgt werden. Das erste Treffen des Klimadialogs im Jahr 2010 war ursprĂŒnglich auf dem Petersberg bei Bonn abgehalten worden. Auf Initiative Angela Merkels sollten die hoch verdichteten UNFCC-Weltklimakonferenzen ergĂ€nzt werden, um nach den wenig erfĂŒllten Erwartungen auf dem Gipfel in Kopenhagen 2009 zu einem kontinuierlicheren Verhandlungsprozess zu gelangen.cite-ref-petersberger-klimadialog-iv-8-0[8]

Weitere Statements

“We need to be prepared for nine billion people on this planet, as we all deserve a decent and secure life. By being creative, the world can reduce greenhouse gas emissions while creating jobs, promoting economic growth and ensuring better living standards. Where there is a will, there is a way!”

„Wir mĂŒssen uns auf neun Milliarden Menschen auf diesem Planeten vorbereiten, da wir alle annehmbare und sichere LebensverhĂ€ltnisse verdienen. Wenn wir kreativ sind, dann kann die Welt gleichzeitig die Treibhausgasemissionen reduzieren, Jobs schaffen, wirtschaftliches Wachstum voranbringen und bessere Lebensbedingungen sicherstellen. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg!“

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Marcin Korolec

Der Umweltausschuss des Europaparlaments hat am 16. Oktober 2013 einen Antrag an das Parlament zur UN-Klimakonferenz und zur Klimapolitik vorgelegt. Darin sind ausfĂŒhrlich 20 Hintergrundinformationen zur COP 19 aufgefĂŒhrt; 27 Argumentationslinien fĂŒr die BegrĂŒndung der vorgeschlagenen 68 Einzelforderungen und Festlegungen können im verlinkten Antragstext auf Deutsch nachgelesen werden. Der Text ist besonders zur inhaltlichen Vertiefung geeignet, weil er auch in alle Amtssprachen der EU ĂŒbersetzt ist. Der Entschließungsantrag wurde am 23. Oktober im EU-Parlament angenommen.cite-ref-eu-umweltausschuss-10-0[10]cite-ref-11[11]

Umbau des Stadions Narodowy

Vor Konferenzbeginn wurde die SpielflÀche des Stadions Narodowy zu einem Konferenzzentrum umgebaut.

Konferenzverlauf

Grenzkontrollen

Wegen der UN-Klimakonferenz fĂŒhrte Polen von 8. bis 23. November 2013 vorĂŒbergehend Grenzkontrollen ein. Der GrenzĂŒbertritt an der deutsch-polnischen Grenze war nur an bestimmten Übergangsstellen möglich, nach frĂŒheren polnischen Angaben waren 43 GrenzĂŒbergĂ€nge zwischen den zwei Staaten betroffen.cite-ref-12[12]

Eröffnung der Weltklimakonferenz

Auch in den Eröffnungsreden am 11. November wurde der katastrophale Taifun auf den Philippinen angesprochen, so auch von UNFCCC-GeneralsekretĂ€rin Christiana Figueres.cite-ref-chrfigueresopeningcop2013-13-0[13] Marcin Korolec sprach von einem Weckruf, da dies eine weitere BestĂ€tigung dafĂŒr sei, „daß wir im ungleichen Ringen zwischen Mensch und Natur auch verlieren“ [könnten]. Klima als gemeinsames Thema, als globales Problem, sei freilich auch eine Chance, wenn wir die FĂ€higkeit demonstrieren, gemeinsam zu handeln („to act together“).cite-ref-cop19gov-pl-er-ffnung-4-1[4]

Christiana Figueres ermahnte die Delegierten zu zielorientiertem und maximalen Einsatz ĂŒber die ganze Distanz der nĂ€chsten Tage, ein positives Ergebnis zu erzielen, weil das, was in diesem Stadion passiere, kein Spiel sei. Das Stadion sei der passende Ort fĂŒr das olympische Motto Citius, altius, fortius, um mit der Konferenz schneller, höher und stĂ€rker zu einer sozial ausgleichenden und ökonomisch nachhaltigen Zukunft zu gelangen, die wir benötigen.cite-ref-chrfigueresopeningcop2013-13-1[13]

Erste Woche

Am Freitag der ersten Konferenzwoche hat Japan seine bisherigen Klimaziele gekippt: Das Planziel der VorgĂ€ngerregierung von 2009, den CO2-Ausstoß um 25 Prozent unter den Wert von 1990 zu senken (Basisjahr), wurde vom Leiter der japanischen Delegation Hiroshi Minami (捗 捚) wegen der Nuklearkatastrophe von Fukushima fĂŒr obsolet erklĂ€rt. Bis 2020 soll nach der Energieplanung der neuen Regierung nun 3,8 % weniger CO2 als 2005 emittiert werden, was eine Zunahme um 3 % gegenĂŒber 1990 bedeuten wĂŒrde.cite-ref-14[14] Der Premierminister stelle sich jedoch weiterhin der Herausforderungen durch den Klimawandel.cite-ref-japan-times-15-0[15] Das Ziel, 80 Prozent der Treibhausgase bis 2050 zu reduzieren, bleibt bestehen. Inga Römer, Klimaexpertin des BUND, nannte die japanische AnkĂŒndigung einen Schlag ins Gesicht der Klimaopfer. BezĂŒglich der Bemessungsgrundlage haben Brasilien und China (Zwei BASIC-Staaten) einen Antrag eingereicht, bei den nationalen Reduktionszielen die historischen Treibhausgasmengen als Verantwortung den Industriestaaten anzurechnen, was die europĂ€ische Delegation als zusĂ€tzliche Schwierigkeit fĂŒr eine Einigung ansah. FĂŒr die Klimafinanzierung wird hingegen in Verhandlungskreisen ein Teil-Beschluss zu Loss and damage („SchĂ€den und Verluste“) erwartet,cite-ref-deutschlandfunkeklat-16-0[16] Ausgleichszahlungen fĂŒr Verluste und Folgen durch den Klimawandel vor allem fĂŒr die Small Island Developing States. Zur HĂ€lfte des Gipfels mussten viele Beobachter allerdings gegen die Resignation ankĂ€mpfen; PrĂ€sident Korolec rief fĂŒr den spĂ€ten Abend ein „stocktaking plenary“ ein, eine Runde, in der die VerhandlungsfĂŒhrer der einzelnen Arbeitsgruppen erklĂ€ren mussten, wieso die Verhandlungen ins Stocken geraten sind. Notfalls sollte bis in den Sonntag hinein verhandelt werden, da am Montag der zweiten Verhandlungswoche UN-GeneralsekretĂ€r Ban Ki-moon sowie die zustĂ€ndigen Minister der 194 Teilnehmerstaaten erwartet wurden.cite-ref-klimaretternickreimer-17-0[17]

Zweite Woche

Am Mittwoch entließ der polnische Regierungschef Donald Tusk seinen Umweltminister, Marcin Korolec blieb jedoch PrĂ€sident des Klimagipfels. Bei der umfangreichen Kabinettsumbildungcite-ref-f-a-z-18-0[18] teilte Tusk dem Ökonomen Maciej Grabowski, der sich gerade erst fĂŒr die Förderung von Schiefergas starkgemacht hatte, den Umweltministerposten zu.cite-ref-19[19] Der deutsche Bundesumweltminister Peter Altmaier forderte ebenfalls am Mittwoch in einer Rede von den EntwicklungslĂ€ndern, selbst mehr zu tun. Gleichzeitig sagte er zusĂ€tzliche 30 Millionen Euro Hilfe fĂŒr den Adaptation Fund, den UN-Anpassungsfonds, zu.cite-ref-verlaengerung-20-0[20] Er bekrĂ€ftigte zudem die deutschen Klimaschutzziele von 40 Prozent weniger Treibhausgas-Ausstoß bis 2020, 55 % bis 2030 und 80 bis 95 % bis 2050 gegenĂŒber dem Jahr 1990.cite-ref-f-a-z-18-1[18]

Die großen Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, darunter Greenpeace und der WWF, zogen erstmals in der Geschichte der Weltklimagipfel am Donnerstag vorzeitig aus dem KonferenzgebĂ€ude der COP19 aus.cite-ref-21[21] Damit wollten sie auch SolidaritĂ€t mit den Opfern des Klimawandels demonstrieren. Kumi Naidoo kĂŒndigte an, zusammen mit der Zivilgesellschaft bis zur Folgekonferenz in Lima 2014 „Druck auf unsere Regierungen auf[zu]bauen, damit es im nĂ€chsten Jahr endlich zu guten Ergebnissen kommt.“ Die VerhandlungsfĂŒhrerin der deutschen Delegation StaatssekretĂ€rin Ursula Heinen-Esser rĂ€umte zu diesem Zeitpunkt ein, dass es keinen Punkt ohne strittige Fragen gebe.cite-ref-deutschlandfunkeklat-16-1[16]

Am Freitagabend – dem offiziellen Ende der Konferenz – wurden die Verhandlungen verlĂ€ngert, selbst der Zeitplan bis zum Klimagipfel in Paris im Jahr 2015 fehlte. Bekanntgeben konnte GipfelprĂ€sident Korolec immerhin die Rettung des Adaptation Funds durch die EuropĂ€er, weil neben Deutschland nun auch Belgien, Frankreich, Finnland, Norwegen, Österreich, Schweden und die Schweiz Gelder in Höhe von insgesamt 100 Millionen US-Dollar zusagten.cite-ref-verlaengerung-20-1[20]

Kritik und Diskurse zur COP 19

Bereits die Auswahl des Konferenzlandes war auf dem letzten Klimagipfel in Katar kritisiert worden. UmweltverbĂ€nde sahen die kohlefreundlichecite-ref-22[22] Politik Polens im Vorjahr sehr problematisch, auch dessen Position bezĂŒglich der Umweltfolgen des umstrittenen Frackings. Zudem waren die Umwelt- und Klimaziele der EU im Vorfeld des Gipfels von Polen blockiert worden.

Von den vom Klimawandel, Global Weirding sowie der Versauerung der Meere durch CO2 besonders betroffenen kleineren Staaten wurden die bisher völlig unzureichenden oder gar fehlenden konkreten Minderungszusagen der grĂ¶ĂŸten Treibhausgas-Produzenten kritisiert. Insbesondere die Vertreterinnen der Philippinen Ă€ußerten sich angesichts der SchĂ€den in ihrem Heimatland durch den verheerenden Wirbelsturm Yolanda betroffen. Der philippinische Delegierte Naderev M. Sañocite-ref-23[23] kĂŒndigte in einer emotionalen Rede am ersten Konferenztag einen Hungerstreik an; er wolle fasten, bis eine bedeutsame Einigung erzielt worden sei.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25] In Folge schlossen sich weitere Teilnehmer der Klimakonferenz dem Hungerstreik an, unter anderem der US-amerikanische Delegierte Collin Reese sowie 60 Mitglieder der Organisation Climate Action Network.cite-ref-26[26]cite-ref-27[27]

Am 18. und 19. November fand in Warschau parallel zur Klimakonferenz ein Kohlegipfel der „World Coal Association“ statt,cite-ref-28[28] weshalb die Konferenz von Kritikern auch kurz als „Coal-COP“ bezeichnet wurde.cite-ref-29[29] Neben dem polnischen Wirtschaftsminister Janusz PiechociƄski war auch die UNFCCC-GeneralsekretĂ€rin als Rednerin vorgesehen, was in Konferenzkreisen und in den Medien missbilligt wurde. Chefvorstand Milton Catelin von der World Coal Association unterstĂŒtzte allerdings den Abschluss eines UNFCCC-Abkommens: WCA erkenne die globale Herausforderung durch den Klimawandel und den internationalen Konsens ĂŒber die Notwendigkeit an, den Treibhausgas-Ausstoß zu reduzieren.cite-ref-bangkokpostcop19-30-0[30]cite-ref-31[31] Negativ im Zusammenhang mit dem Klimagipfel wurden auch mehrere Einzelentscheidungen der Vertragsstaaten gewertet, so auch die AnkĂŒndigung Chinas, neun große kohlebefeuerte Anlagen fĂŒr Synthetic Natural Gas im Nordwesten Chinas und der Mongolei zu bauen, damit die verschmutzten Mega-Citys an der OstkĂŒste Chinas sauberer wĂŒrden. Mit der bisherigen Planung wĂŒrde Kohle mit der Eisenbahn zu den SNG-Anlagen hin- und Synthesegas zurĂŒcktransportiert, wobei die Belastung fĂŒr das Klima siebenfach höher als bei konventionellen Gaskraftwerken wĂ€re, was in der thailĂ€ndischen Presse als kontraproduktiv fĂŒr die Klimaverhandlungen angesehen wurde.cite-ref-bangkokpostcop19-30-1[30]

Schon vor der Klimakonferenz demonstrierten Greenpeace-UmweltschĂŒtzer vor sechs polnischen Kohlekraftwerken. „Der Klimawandel beginnt hier“, mahnten sie.cite-ref-32[32] Die polnischen Gastgeber beziehen 90 Prozent des elektrischen Stroms aus Kohlekraftwerken, doch 70 Prozent der Polen wĂŒrden erneuerbaren Energien den Vorzug geben, so eine am Dienstag im Greenpeace Magazin erwĂ€hnte Umfrage. Zu Beginn der Konferenz Ă€ußerte sich der Strategiedirektor der Vereinigung besorgter Wissenschaftler (Union of Concerned Scientists) Alden Meyer skeptisch, da nie so viel auf dem Spiel gestanden hĂ€tte, wĂ€hrend die Erwartungen so niedrig waren. Christoph Bals von der Umweltorganisation Germanwatch stellte am Dienstag, dem zweiten Tag der Konferenz, den weltweiten „Klimarisiko-Index“ vor.cite-ref-33[33] Der Leiter der Internationalen Klimapolitik bei Greenpeace, Martin Kaiser, bezeichnete die fehlende Teilnahme der deutschen Bundeskanzlerin als Problem fĂŒr Fortschritte auf der Klimakonferenz, da sie derzeit mit Koalitionsverhandlungen beschĂ€ftigt sei, jedoch wegen der Vorreiterposition innerhalb der europĂ€ischen Klimaschutzpolitik große Bedeutung habe. „Hilfreich wĂ€re auch, wenn Merkel ein nationales Klimaschutzgesetz befĂŒrworten wĂŒrde“, so Hubert Weiger vom BUND.cite-ref-34[34] Ein Experte des WWF erklĂ€rte, die Verantwortlichen fĂŒr die ErderwĂ€rmung mĂŒssten eine FĂŒhrungsrolle ĂŒbernehmen und nicht so tun, als „hĂ€tten wir noch Jahrzehnte Zeit“.cite-ref-35[35]

GrĂŒnen-Politiker, Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen bemĂ€ngelten mehrmals, dass die Konferenz keinerlei Impulse fĂŒr den Klimaschutz setzte.cite-ref-36[36]cite-ref-37[37]cite-ref-38[38] In der ersten Woche der UN-Weltklimakonferenzen fanden zahlreiche kleinere Konferenzen oder Informationsveranstaltungen der Umweltschutzorganisationen und Wissenschaftler statt.cite-ref-39[39]

Weblinks

Commons

: UN-Klimakonferenz in Warschau 2013

– Sammlung von Bildern

‱ UNFCCC Warsaw Climate Change Conference (englisch, französisch, spanisch)
‱ Offizielle Website der polnischen PrĂ€sidentschaft fĂŒr die COP 19 (englisch)

Einzelnachweise

cite-note-warszawa-cop19-11. ↑ Stadt Warszawa, COP 19, Veranstaltungsorte (englisch).
cite-note-umweltminister-polen-22. ↑ Marcin Korolec, Umweltminister der Republik Polen, zur COP 19 (englisch)
cite-note-bmu-cop19-33. ↑ Weltklimakonferenz COP 19 in Warschau (Memento vom 16. MĂ€rz 2014 im Webarchiv archive.today), Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.
cite-note-cop19gov-pl-er-ffnung-44. ↑ Eröffnungsrede des polnischen Umweltministers Marcin Korolec, cop19.gov.pl (englisch/polnisch). Zitat: Übersetzung Wikipedia. Abgerufen am 11. November 2013.
cite-note-unfccc-calendar2013-55. ↑ UNFCCC-Kalender 2013 (in englischer Sprache). Abgerufen am 1. Mai 2013.
cite-note-unep2013-66. ↑ UNEP-Kalender 2013: COP 19 und CMP 9.
cite-note-merkel-2013-petersberger-klimadialog-77. ↑ Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlĂ€sslich des Petersberger Klimadialogs IV "Shaping the Future" (Memento des Originals vom 19. Juni 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundesregierung.de, 6. Mai 2013. Abgerufen am 26. Mai 2013.
cite-note-petersberger-klimadialog-iv-88. ↑ Petersberger Klimadialog IV, Shaping the future, 6. Mai 2013, mit Hintergrundmaterial zu den vorangegangenen drei Klimadialogen auf der Webseite des BMU. Abgerufen am 6. Mai 2013
cite-note-91. Zitiert nach Statement des polnischen Umweltministers + Biographie, cop19.gov.pl (englisch). Abgerufen am 19. Juli 2013; Übersetzung Wikipedia
cite-note-eu-umweltausschuss-1010. ↑ Entschließung des EuropĂ€ischen Parlaments vom 23. Oktober 2013 zu der Klimakonferenz in Warschau, Polen (COP 19), P7_TA(2013)0443, EuropĂ€isches Parlament, 16. Oktober 2013, (German, english and all EU-languages available). Abgerufen am 20. Oktober 2013.
cite-note-1111. ↑ Tagesordnung fĂŒr den 23. Oktober, EuropĂ€isches Parlament. Abgerufen am 20. Oktober 2013.
cite-note-1212. ↑ Bundesministerium des Innern: Polen fĂŒhrt vorĂŒbergehend Grenzkontrollen ein. Nachricht vom 7. November 2013, abgerufen am 10. November 2013.
cite-note-chrfigueresopeningcop2013-1313. ↑ Christiana Figueres: Opening address (Eröffnungsrede) ((PDF; 100 kB)), UNFCCC, 11. November 2013. Original (englisch): „This stadium is the perfect venue to take inspiration from the Olympic motto, Citius, Altius, Fortius. This is the conference to move faster, higher, stronger towards the socially equitable and economically sustainable future we want and need.“ Abgerufen am 12. November 2013.
cite-note-1414. ↑ Japan kippt seine Klimaschutzziele.@1@2Vorlage:Toter Link/www.giessener-anzeiger.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im MĂ€rz 2019. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Gießener Anzeiger, 15. November 2013. Abgerufen am 17. November 2013.
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cite-note-klimaretternickreimer-1717. ↑ Nick Reimer: Nichts ZĂ€hlbares außer den ZƂoty. In: Klimaretter.info, 16. November 2013. Abgerufen am 17. November 2013.
cite-note-f-a-z-1818. ↑ Andreas Mihm: Gastgeber entlassen. In: F.A.Z., 20. November 2013. Abgerufen am 23. November 2013.
cite-note-1919. ↑ Julian Bartosz: Polens Regierungschef verschafft sich Zeit. In: Neues Deutschland, 20. November 2013. Abgerufen am 23. November 2013.
cite-note-verlaengerung-2020. ↑ Dagmar Dehmer: Weltklimagipfel geht in die VerlĂ€ngerung. In: Tagesspiegel, 20. November 2013. Abgerufen am 23. November 2013.
cite-note-2121. ↑ Klaus Peter KĂŒhn: Klimakonferenz – der Eklat war unausweichlich. In: Rheinische Post. Nr. 272, 23. November 2013.
cite-note-2222. ↑ Michalina Golinczak: Warsaw UN climate talks: Welcome to Coaland. In: The Guardian. 11. November 2013 (theguardian.com [abgerufen am 27. April 2016]).
cite-note-2323. ↑ Naderev Madla SAÑO – Commissioner Climate Change Commission (Memento des Originals vom 14. November 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/climate.gov.ph, Office of the President of the Philippines. Abgerufen am 15. November 2013.
cite-note-2424. ↑ Delegierter der Philippinen kĂŒndigt Hungerstreik an. In: Zeit online, 11. November 2013, abgerufen am 14. November 2013.
cite-note-2525. ↑ IISD: Rede des philippinischen Delegierten Naderev Saño in Warschau am 11. November 2013 (Video, 17 min 16 sek, abgerufen am 14. November 2013)
cite-note-2626. ↑ Weitere Teilnehmer der UN-Klimakonferenz im Hungerstreik. In: Zeit online, 12. November 2013, abgerufen am 14. November 2013.
cite-note-2727. ↑ Ryan Chua: More delegates on hunger strike at UN climate talks. In: ABS-CBN, 14. November 2013, abgerufen am 14. November 2013.
cite-note-2828. ↑ Coal industry tries to crash Warsaw climate talks, gets spanked. In: grist.org. 19. November 2013, abgerufen am 27. April 2016 (englisch).
cite-note-2929. ↑ Giles Parkinson: The 'Coal COP': UN climate change summit begins in Poland. In: crikey.com.au. 11. November 2013, abgerufen am 27. April 2016 (englisch).
cite-note-bangkokpostcop19-3030. ↑ Climate picture out of Warsaw looking bleak. In: Bangkok Post, 17. November 2013, abgerufen am 18. November 2013.
cite-note-3131. ↑ WCA supports progress towards a climate agreement, World Coal Association, abgerufen am 18. November 2013.
cite-note-3232. ↑ Joachim Wille: Klimagipfel in Warschau: Dicke Luft in Warschau. In: fr-online.de. 11. November 2013 (fr.de [abgerufen am 27. April 2016]).
cite-note-3333. ↑ Sönke Kreft, David Eckstein: Global Climate Risk Index 2014. (PDF; 709 kB) Germanwatch, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 8. MĂ€rz 2016; abgerufen am 27. April 2016 (englisch).
cite-note-3434. ↑ Proteste und Appelle - NGO nehmen Industriestaaten in die Pflicht. (Memento vom 14. November 2013 im Internet Archive) In: Greenpeace Magazin, 12. November 2013. Abgerufen am 13. November 2013.
cite-note-3535. ↑ Wolfgang Wiedlich: Der große Stillstand. 19. Weltklima-Gipfel in Warschau. In: Bonner General-Anzeiger. 23. November 2013, S. 6.
cite-note-3636. ↑ vgl. Oliver Krischer: Keine Impulse fĂŒr den Klimaschutz 21. November 2013
cite-note-3737. ↑ UmweltschĂŒtzer vom Gipfel enttĂ€uscht, Berliner Zeitung vom 23. November 2013
cite-note-3838. ↑ im Vorfeld des Gipfels: Agentur fĂŒr Erneuerbare Energien: Klimaschutz nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch ökonomisch sinnvoll 14. November 2013
cite-note-3939. ↑ Side events zur COP19 der Umweltorganisationen. UNFCCC. Abgerufen am 14. November 2013.